WHO Kollaborationszentrum
für medizinische Vorsorge und Hilfe bei Strahlenunfällen

Einrichtung eines nationalen Kompetenz- und Referenzzentrums

Im Zentrum der Arbeit als nationales Kompetenz- und Referenzzentrum für medizinische Vorsorge und Hilfe bei Strahlenunfällen stehen die enge Zusammenarbeit und der regelmäßige Informations-, Wissens- und Erfahrungsaustausch mit den wichtigsten in der nationalen Strahlennotfallvorsorge tätigen Verbänden und Institutionen. Fachliche Beratungen und Stellungnahmen für nationale Institutionen und Gremien in Fragen strahlenbezogener Risiken, der Strahlennotfallvorsorge und der wissenschaftlichen Bewertung von Strahlenunfällen, die Erarbeitung von Richtlinien, Empfehlungen und Dokumenten und die Bereitstellung von Informationen über die Verfügbarkeit nationaler Ressourcen stehen im Mittelpunkt der Aufgaben. Die Mitwirkung an Workshops und Kongressen, die Planung und Durchführung von Fortbildungsseminaren, die Publikation von Fachartikeln und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie die Öffentlichkeitsarbeit sind weitere Tätigkeiten.

Darüber hinaus ist die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Würzburg seit 1994 in das Netz der Regionalen Strahlenschutzzentren (RSZ) der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (BG Chemie) und der Berufsgenossenschaft Elektro Textil Feinmechanik (BGETF) eingebunden, die vom Institut für Strahlenschutz (IfS) für die Patientenversorgung bei beruflichen Strahlenunfällen eingerichtet wurden. Mit elf Zentren an Universitäten und Forschungseinrichtungen ist eine flächendeckende Versorgung in Deutschland auf dem modernsten Stand sichergestellt.

Die zur Verfügung stehenden Leistungen des RSZ Würzburg beinhalten Dosisabschätzung, radiologische und medizinische Triage, Diagnose und medizinische Behandlung. Die vorhandenen Einrichtungen für die medizinische Behandlung umfassen eine Dekontaminationseinheit, einen Operationsraum und eine Therapiestation mit 14 Betten und 2 Intensivbetten.