Hintergrund
Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 wurde mit zwei internationalen Übereinkommen unter der Führung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und unter Einbeziehung weiterer Organisationen ein System zur internationalen Bewältigung nuklearer und radiologischer Notfälle geschaffen.
Ziel des “Übereinkommens über die frühzeitige Benachrichtigung bei nuklearen Unfällen” (Convention on Early Notification of a Nuclear Accident) ist die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, um die frühzeitige Benachrichtigung der Vertragsstaaten über nukleare Unfälle und die fortlaufende Information über die weitere Entwicklung zu ermöglichen. Damit sollen grenzüberschreitende radiologische Auswirkungen minimiert oder verhindert werden.
Ziel des “Übereinkommens über Hilfeleistung bei nuklearen Unfällen oder radiologischen Notfällen” (Convention on Assistance in the Case of a Nuclear Accident or Radiological Emergency) ist die umgehende Bereitstellung von Hilfeleistungen bei nuklearen Unfällen oder anderen radiologischen Notfällen. Damit sollen die Unfallfolgen abgemildert sowie Gesundheit und Umwelt vor radiologischen Auswirkungen geschützt werden.
Im Jahr 1988 trat die WHO den beiden Übereinkommen bei und baute das Radiation Emergency Medical Preparedness and Assistance Network (REMPAN) auf, um die Verpflichtungen aus den Übereinkommen zu erfüllen. Das REMPAN Netzwerk wird vom Radiation and Environmental Health (WHO/RAD) Programme des WHO Hauptquartiers in Genf koordiniert. |